
Die Fotografien von Sascha Herold verwandeln vertraute Orte und Objekte aus Zug durch Reduktion, Stille und Atmosphäre in eigenständige, beinahe skulpturale Bildwelten.
Sascha Herold startete mit der analogen Fotografie und wechselte Anfang 2000 ins Digitale, ohne jedoch die Rückbezüge zur Geschichte dieses Bildmediums zu vergessen und ästhetisch sowie stilistisch einzuflechten.
Wiederholt trifft der Betrachter bei ihm auf Unschärfe, Text- bzw. Bildmontage und Kolorierungen. Der Fotokünstler bewegt sich überwiegend im Genre der „Konstruierten Fotografie“, wobei der Grad der Inszenierung variiert. Hauptsächlich finden Überlegungen und Planungen im Vorfeld der eigentlichen Aufnahme statt.
Er entwickelt seine Ideen solange bis eine umfassende Vorstellung entstanden ist, wie das finale Motiv auszusehen hat, inklusive Setting, Darsteller, Belichtung, Requisiten etc. Erst dann geht er an die Aufnahme, sodass seine Fotografien nicht massenhaft entstehen – er produziert max. 2 Serien pro Jahr. Die Werkgenese ist durchaus mit der Anfertigung klassischer Gemälde vergleichbar, wobei die Motive keinesfalls malerisch oder pittoresk wirken, da Sascha Herold gekonnt die Sprache(n) der Fotografie auslotet.
In der „Spass“-Serie werden etwa „tableaux devivantes“ entwickelt. Die Objekte, die in Urlaubs- und Erholungssorten dem menschlichen Vergnügen dienen, entfalten bei Sascha Herold durch Licht, Wetter und Komposition eine irritierende, nahezu bedrohliche Wirkung auf den Betrachter, gerade weil der Mensch und dessen Aktionen mit dem Objekt nicht sichtbar sind.
Weitere Info: photography.saschaherold.ch
Vergangene Ausstellungen:
Eugen Knobel - 2025 I Oliver Kümmerli - 2025 I Marc Busse - 2026
Liane Janissen - 2026
